voestalpine Böhler Welding Germany GmbH

Verifizierung von Schweißeinrichtungen

Was bedeuten eigentlich Validierung, Kalibrierung und Konsistenzprüfung von Schweißgeräten?

Viele Schweißgeräte verfügen über eingebaute Messgeräte für Strom und Spannung, manche zeigen darüber hinaus auch die Drahtgeschwindigkeit an. Nun sind Messgeräte aber schon ab Werk nur mehr oder weniger genau und neigen dazu, sich mit der Zeit zu verstellen.

Ähnliches gilt für Steuerungen und die weiteren Komponenten einer Schweißeinrichtung: Alterung und Verschleiß beeinflussen Einstellbarkeit und Schweißeigenschaften.

Wie kann ein Anwender dann die in der Schweißanweisung (WPS) vorgegebenen Werte einstellen? Qualitätsmanagement bzw. – mit den Worten der EN 1090-1 – werkseigene Produktionskontrolle (WPK) wird damit nicht leichter.

Um dieses Problem zu „entschärfen“, wird empfohlen, Schweißeinrichtungen regelmäßig zu verifizieren. Je nach Ausstattung wird dabei geprüft, ob sich ein Gerät noch ausreichend sicher einstellen lässt und ob die eingebauten Messgeräte genau genug anzeigen. Die Einstellbarkeit wird mit Hilfe von Validierung und Konsistenz-Prüfung festgestellt, die Anzeigegenauigkeit über eine Kalibrierung. Grundlage aller genannten Prüfungen ist die Norm DIN EN IEC 60974-14.

Die ermittelten Abweichungen kann der Anwender beim Einstellen der Werte laut WPS berücksichtigen.

Vorgeschrieben ist eine solche Verifizierung für manche Betriebe im Regelungsbereich der EN 1090. Anderen steht die Entscheidung grundsätzlich frei. Weitere Gründe, die für diese Art der Inspektion sprechen, gibt es aber durchaus, darunter:

  1. Vertrieb: Wer sich als Zulieferer für einen Kunden qualifizieren will, in dessen WPK Kalibrierung bzw. Verifizierung gefordert ist, muss vielleicht selbst derart geprüfte Schweißgeräte einsetzen.
  2. Außendarstellung: Geprüfte Geräte fördern das Vertrauen beim Kunden.
  3. Risikobegrenzung: In Produkthaftungsfällen lässt sich beweisen, dass die eingesetzten Schweißgeräte ordentlich eingestellt und ggf. die Schweißparameter zuverlässig überwacht werden konnten.
  4. Flexibilität: Ein Anwender kann sich schneller auf die Eigenschaften eines für ihn neuen Schweißgeräts einstellen, wenn er weiß, wie verlässlich Anzeigen und Steuerungen sind.

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